If I stay




If I stay

Originaltitel: If I stay
Genre: Jugendbuch, Drama 
Autor: Gayle Forman
Seiten: 320
Verlag: PenguinRandomHouseUK






Klappentext

In the blink of an eye everything changes. Seventeen ­year-old Mia has no memory of the accident; she can only recall what happened afterwards, watching her own damaged body being taken from the wreck. Little by little she struggles to put together the pieces- to figure out what she has lost, what she has left, and the very difficult choice she must make. Heartwrenchingly beautiful, this will change the way you look at life, love, and family. Now a major motion picture starring Chloe Grace Moretz, Mia's story will stay with you for a long, long time.


Englischer Schwierigkeitsgrad 
  
Gut verständlich



Vorwort  

Ich lese grundsätzlich selten Schicksalsbücher. Wenn, dann müssen sie mich überzeugen können, ansonsten breche ich gnadenlos ab. Wie überzeugt man mich? Indem man Gefühle realistisch und echt transportiert. Vor allem bei Büchern in denen geliebte Menschen des Protagonisten {jung} sterben und die Trauerphase einen großen Teil des Buches einnimmt, kann man so manches Mal richtig filtern welcher Autor selbst schon mal so etwas miterleben musste und wer blind drauf los schreibt ohne ne Ahnung zu haben. Ein Tipp an alle die selbst schreiben und veröffentlichen wollen: Unterlasst Zweiteres! Ich habe selbst schon genug Verluste miterlebt, Freunde die ich sehr, sehr jung verabschieden musste und es ist einfach nur nerv tötend irgendwelchen gekünstelten Firlefanz von solchen Ereignissen zu lesen. Gayle Forman hingegen {wie ich später auch in den Extras des Buches erfahren habe} hat diese Verluste wirklich miterlebt und verdammt nochmal sehr viel Ahnung wie man solche Emotionen in ein Buch verpackt. Ihr Schreibstil ist der Wahnsinn. Wie sie mit und durch Mia erzählt wirkt so greifbar und wirklichkeitsnah, dass es mich manchmal doch hart getroffen hat.


Rezension

Erster Satz: Everyone thinks it was because of the snow.

Gerade noch war Mia glücklich verliebt – in Adam. Den Leadsänger und Gitarristen einer aufstrebenden emo-core Band. Sie selbst begeisterte Musikerin und mit ihrem Cello drauf und dran an die Juilliard zu gehen und außerdem Mitglied einer liebenswerten kleinen Familie, die sie über alles wertschätzt. Doch dann rast ein Truck in ihr Auto und Mias Eltern und ihr kleiner Bruder sind sofort tot. Sie selbst wird komatös am Leben erhalten und im KH behandelt. Woher sie das weiß? Ihre Seele, ihr Bewusstsein ist wach und so streift sie quasi als ‚Geist‘ durch das Krankenhaus und muss mitansehen wie sich ihre Familie und Freunde verabschieden bzw mit allen Mitteln versuchen an ihr festzuhalten. Doch noch hat sie die Wahl: Soll sie bleiben oder ihrer verunglückten Familie folgen? Lohnt es sich denn in den Trümmerhaufen, der nun ihr Leben darstellt, zurückzukehren?


 [...] Sometimes you make choices in life and sometimes choices make you.
-  Mias Dad, p. 172
 
Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, dass beginnt schon bei Mias Familie bis hin zu sämtlichen Verwandten und Freunden. Mias Familie ist so unglaublich liebenswert, dass man den Verlust mit dem man gleich auf den ersten Seiten konfrontiert wird, später noch viel mehr betrauert als zu beginn. Denn die Erzählweise wechselt stätig zwischen der Gegenwart, in der Mia außerhalb ihres Körpers schwebt und alles rundherum mitbekommt und ihren Erinnerungen an die Vergangenheit mit ihren Lieben. Ob es nun Mias Dad, ihre Mum, ihr kleiner Bruder Teddy, ihre beste Freundin Kim oder ihre Großeltern sind…alle können überzeugen! Außer? Adam. Er war der einzige bei dem ich einfach nicht ganz warm wurde. Mias und Adams Beziehung ist nicht immer einfach und das ist auch vollkommen in Ordnung, doch so wirklich verstehen warum die beiden zusammen sind kann ich immer noch nicht. {Ich setze da alle meine Hoffnungen auf Kitsch in den Film, da die meisten Buchverfilmungen ja sowieso immer etwas ZU romantisch auf die Leinwand gebracht werden}


[...] But I'd understand if you choose love, Adam-love, over music-love. 
Ether way you win. And either way you lose. What can I tell you? Love's a bitch. 
- Mias Mum, p.189 


Als Musikerin genoß ich besonders die Momente in denen sich Mia in der Musik die sie spielt oder hört fallen lässt und beschreibt welche Emotionen ein Stück in ihr hervorruft. So umgeben von Musik wie Mia ist man selten, wenn man nicht auch in einer durchweg musikalischen Familie aufwächst. Es war einfach wunderbar sich auf Mia und ihre Familie einzulassen. 

Was ich auch total vernünftig und absolut nachvollziehbar fand war Mias Meinung zu dem Fahrer des Trucks der sie auf der Straße erwischt hat. Außerdem fand ich die zusätzliche Erzählung von Kerry {einem Freund der Familie} richtig gut. Die Reaktion und Gedanken von Mias Mum sind mir sehr bekannt vorgekommen und wieder so wunderbar echt und aus dem Leben gegriffen. Ich mag diese ganze Familie einfach, sie sind wie meine eigene und zwischen all den verrückten Musikern fühlt man sich einfach wohl. :) Mehr werde ich auf diese kleinen Nebenpunkte nicht eingehen, ich will euch ja nicht Spoilern oder die Freude und Neugierde am Lesen nehmen. 

Am Ende des Romans angelangt finden sich noch einige Extras: Interviews mit den Stars aus dem Film, ein „Behind The Music“ indem die Lieder zu einzelnen Szenen und die Gedanken der Autorin bei ihrer Auswahl aufgelistet werden und ein „The Story Behind The Story“ indem Gayle Forman nochmal sehr privat auf ihre Idee zum Roman eingeht. Wie ihr euch wohl schon denken könnt war ich besonders auf „Behind The Music“ scharf, doch auch alles andere gefiel mir wahnsinnig gut. :)


 [...] It’s OK if you have to leave us. It’s OK if you want to stop fighting.
- Mias Gramps, p. 161


Ich hatte das Büchlein irr schnell durch und es konnte mich auf jeder Seite mitreißen.
Einziger Abzug ist und bleibt Adam, mit dem ich gegen Ende zwar dann doch noch warm wurde, aber der mich einfach nicht 100% überzeugen konnte. Aus diesem Grund bekommt das Buch von mir nicht 5 Favourite Hummingbirds {Da kommt mir grad das gabs bisher sowieso noch nie oO} sondern nur 5 Kolibris. Beenden würde ich diese Rezi gerne mit einem Zitat der Autorin selbst:

  [...] In a way, they have never left me. And that's just it, isn't it? That's how we manage to survive loss. Because love never dies; it never goes away; and it never fades. As long as you hang on to it.
- Gayle Formen

Cover

Obwohl ich die "Buch zum Film" Cover meistens einfach nicht leiden kann, gefällt mir das Film-Cover von "If I Stay" sogar besser, als das originale Buchcover. Ich finde es wunderbar gemacht und kann mich einfach nicht daran satt sehen. *-*

Fazit

Ein Buch das mich sehr berührt hat. Ich kann es wirklich jedem ans Herz legen - eine klare Leseempfehlung!

5 von 5 Kolibris

Kommentare:

  1. Ich bin gerade ziemlich froh das Buch bereits im Regal stehen & meine letzte Lektüre vorhin beendet zu haben! Das Cover deiner Ausgabe finde ich übrigens ebenfalls sehr hübsch, auch wenn ich normalerweise kein großer Fan von diesen Buch-filmcovern bin. Aber die Anordnung der Bilder ist sehr ansprechend.
    Danke für deine hilfreiche Rezension!

    Liebe Grüße,
    Bramble

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  2. ich glaub das muss ich mir vor dem Film auch unbedingt noch zulegen :)

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  3. Hey Nina :)
    Woooow hast du einen schönen Blog, gefällt mir sehr!
    Ich bin wirklich gespannt auf das Buch und freue mich schon drauf ♥.
    Danke für die wundervolle Rezension, da bin ich direkt noch Lese-motivierter.

    LG Lielan ♥

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