[Autoreninterview] Janine Wilk im Gespräch

by - November 25, 2018


SERVUS IHR LIEBEN!

Vor Kurzem konntet ihr auf meinem Blog eine Rezension zu Spiegelherz - Das Spiel mit dem Teufel lesen. Das Rezept für diese spannende Geschichte sind Mythen aus dem Harz, eine locker leichte Lovestory, jede Menge Humor und eine Prise Gänsehaut! Nachdem ich das Buch gelesen und sehr gemocht habe, brannten mir aber noch einige Fragen auf der Zunge, welche unbedingt beantwortet werden mussten! Das bringt uns nun zu diesem Post, in welchem Autorin Janine Wilk mir Rede und Antwort zu ihrer Karriere als Autorin und ihrem Büchlein gestanden hat. Viel Spaß damit!









Janine, würdest du uns zu Beginn ein wenig von dir erzählen und erklären wie du überhaupt zum Schreiben gekommen bist?  
Ich bin am 07.07.1977 geboren und lebe mit meiner Familie in der Nähe von Heilbronn. Hauptsächlich schreibe ich Kinder- und Jugendromane für den Thienemann - Esslinger Verlag und unter dem Pseudonym Marie Merburg Ostsee-Romane für den Bastei-Lübbe Verlag. Schon in der Grundschule war Deutsch mein Lieblingsfach und als Jugendliche habe ich für die Schülerzeitung geschrieben. Mit Anfang Zwanzig wurden meine ersten Gedichte und Kurzgeschichten in Anthologien aufgenommen, einige Jahre später folgte die erste Buchveröffentlichung in einem Kleinverlag und momentan schreibe ich meinen fünfzehnten Roman. 

In welchem Genre liest du selbst gerne? 
Gibt es Autoren, die du bewunderst und Bücher, welche du ganz besonders gerne gelesen hast? 
Ich bin auf kein Genre festgelegt, allerdings lese ich eher weniger historische Romane und Krimis. Als Kind habe ich die Bücher von Michael Ende geliebt und es ist eine Ehre für mich, jetzt für den Verlag zu schreiben, in dem auch er seine Romane veröffentlich hat. 

Wer darf als erstes deine Manuskripte testlesen? Und wie viel Zeit vergeht für gewöhnlich, von der ersten Rohfassung bis zur finalen Version einer deiner Geschichten?  
Meine Mutter und meine Agentin lesen meistens häppchenweise mit, während ich den Roman schreibe. Durch ihre Rückmeldungen weiß ich, ob ich auf dem richtigen Weg bin und an welchen Stellen ich nachbessern muss. Erst nachdem ich die Rohfassung überarbeitet habe, schicke ich den Roman meiner Lektorin im Verlag. Pro Jahr schreibe ich meist zwei Romane im Umfang zwischen 400 – 500 Seiten. Viel Freizeit bleibt mir da leider nicht mehr und oft muss ich die Wochenenden durcharbeiten. 

Du gibst öfter Lesungen zu deinen Büchern und triffst dort sicher auf viele begeisterte Fans!

Was war bisher dein schönstes Erlebnis mit den Lesern deiner Bücher? 
Natürlich ist jede Lesung ein besonderes Ereignis und für einen Autor ist es jedes Mal aufs Neue eine tolle Erfahrung, auf begeisterte Fans zu treffen. Es gibt allerdings eine Lesung, die mir ganz besonders im Gedächtnis geblieben ist. Sie war an einem Internat im Harz und die Schüler waren so begeistert von meiner Roman-Reihe Lilith Parker, dass sie Comic-Hefte dazu gezeichnet haben. Sie haben sogar manche Szenen als Theaterstück umgeschrieben und für mich aufgeführt. Verabschiedet haben sie mich mit den Worten, dass ich mit meinen Geschichten ihr Leben bereichert habe. Ich war zu Tränen gerührt – es gibt kaum eine schönere Rückmeldung für einen Schriftsteller.



  
Spiegelherz - Das Spiel mit dem Teufel

Anna zieht mit ihrer Familie an den Fuße des Blocksbergs und macht eine unglaubliche Entdeckung: Sie soll angeblich Hexenkräfte besitzen! Genau wie der gut aussehende, aber arrogante David. Mit ihm soll sie in den Kampf gegen eine böse Macht ziehen, die im Blocksberg gefangen ist und kurz vor ihrer Erweckung steht. Als wäre das nicht schon genug, sieht Anna ständig ein Jungen-Gesicht im Spiegel, das ihr Nachrichten zukommen lässt. Kann das wirklich Nebruel, der Sohn des Teufels, sein? Hin- und hergerissen zwischen David und Nebruel muss sich Anna in der alles entscheidenden Walpurgisnacht auf dem Blocksberg den Mächten stellen...







„Spiegelherz – Das Spiel mit dem Teufel“ hat die deutsche Hochburg der Hexerei, den Harz, als Schauplatz. Wie gut kennst du diese Region und welcher Ort im Harz fasziniert dich ganz besonders? 
Ich habe für den Roman viel über die Region recherchiert und mich mit den alten Harzer Sagen und Mythen beschäftigt. Mein Fokus lag dabei auf dem Brocken und der näheren Umgebung. Eigentlich gab es in Deutschland früher mehrere „Blocksberge“, aber der Brocken ist heutzutage sicherlich der bekannteste. Natürlich auch, weil einige Szenen von Goethes „Faust“ dort spielen. Im „Faust“ kommt das Dorf Schierke vor, das auch der Handlungsort meines Romans ist. Bevor ich mit dem Manuskript begonnen habe, bin ich selbstverständlich zur Recherche in den Harz gefahren und hatte dort eine interessante, sehr schöne  Zeit.  

Wenn du wie Anna über Hexenkräfte verfügen würdest, welchen Zauber würdest du gerne einmal ausprobieren wollen und was wäre dein „Machtwort“? 
 In meinen Büchern versuche ich immer Werte wie Gerechtigkeit, Loyalität, Freiheit und Toleranz zu vermitteln. Als Hexe würde ich mich somit für Menschen, Tiere und Natur einsetzen. Allerdings befürchte ich, dass dieser Versuch gewaltig fehlschlagen würde, denn selbst wenn die Absicht gut ist, kann so etwas schnell in einer Katastrophe enden. Es ist wahrscheinlich besser, dass niemand von uns über solche Kräfte verfügt! Mein Machtwort wäre vielleicht ‚Lilu‘, der Name meiner verstorbenen Shih-Tzu-Hündin. Lilu war so etwas wie meine Seelengefährtin und hat beim Schreiben meiner Romane immer auf meinem Schoss geschlafen. Spiegelherz war der erste Roman, den ich leider ohne sie schreiben musste. 

Zwischen Anna und David knistert es ganz gewaltig und wie sich herausstellt, haben die beiden eine ganz besondere Verbindung. Glaubst du an Seelenverwandtschaft? 
 Ich glaube, dass jede dauerhafte Beziehung harte Arbeit ist – egal, ob Seelenverwandtschaft oder nicht.  

Wie zufrieden bist du mit der Titelwahl und der Covergestaltung für „Spiegelherz – Das Spiel mit dem Teufel“? Stammten einige Ideen dazu sogar von dir? 
Offengestanden bin ich kein Fan von Gesichtern auf dem Cover, weil sich meine Fantasie der Möglichkeit beraubt sieht, sich selbst ein Bild von der Hauptfigur zu machen. Aber das ist nur meine persönliche Meinung und ich bin kein Marketing-Experte. Die Fachleute im Verlag wissen sehr genau, welche Cover die Zielgruppe bevorzugt und ich vertraue ihrem Urteil.  

Was möchtest du unseren Lesern am Ende dieses Interviews gerne noch mitgeben?  
Ich möchte mit den Worten der Schauspielerin und Drehbuchautorin Mae West enden:
„You only live once, but if you do it right, once is enough.



Vielen Dank liebe Janine, dass du dir Zeit für meine Fragen genommen hast!



 

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